Update S3-Leitlinie Bruxismus

Aktualisierte S3-Leitlinie

Es handelt sich um das Update der bestehenden Leitlinie „Diagnostik und Behandlung des Bruxismus“ aus dem Jahr 2019. Die Aktualisierung basiert auf einer systematischen Literaturrecherche vom 01.07.2018 bis zum 30.04.2024. Es wurden alle Kapitel überarbeitet.

Einzelne Kapitel wurden feiner granuliert: Das Kapitel 7.6 „Aufklärung, Selbstbeobachtung und Selbstmanagement“ wurde unterteilt in 7.6.1 „Beratung / Aufklärung“, 7.6.2 „Selbstbeobachtung“, 7.6.3 „Selbsthilfe und Selbstmanagement“ und 7.6.4 „Beeinflussung von Risikofaktoren“.

Das Kapitel 7.9 Pharmakologische Behandlung“ wurde untergliedert in 7.9.2 „Medikamentöse Therapie“ und 7.9.3 „Injektionen mit Botulinumtoxin“.

Neu hinzugenommen wurden die Kapitel 7.12 „Weitere Behandlungsansätze“, Kapitel 7.13 „Behandlung von Komorbiditäten“ und Kapitel 7.14 „Behandlung von Kindern mit Bruxismus“.

Im Kapitel 7.14 „Behandlung von Kindern mit Bruxismus“ werden alle wichtigen Abschnitte der Leitlinie sowie die entsprechenden Empfehlungen und Statements zusammengefasst, die die Behandlung von Kindern betreffen. Es stellt somit eine Wiederholung einzelner Textpassagen dar.

Der Empfehlungsgrad wurde erhöht in Kapitel 7.6.1 hinsichtlich der umfassenden Aufklärung: „Patienten sollen über die festgestellten Befunde, Diagnose, ätiologischen Zusammenhänge, Risikofaktoren, Prognose, Therapiemöglichkeiten und deren Kosten sowie die Risiken der Behandlung und Nichtbehandlung aufgeklärt werden.“

Auch hinsichtlich physiotherapeutischer und physikalischer Maßnahmen wurde der Empfehlungsgrad erhöht: „Für die Behandlung von CMD-Symptomen, die auch durch Bruxismus getriggert werden könnten, sollte dem Patienten eine Verordnung physiotherapeutischer Maßnahmen angeboten werden.“

Neu hinzugekommen sind zwei Empfehlungen in den Kapiteln 7.6.3 und 7.6.4 :

„Selbsthilfemaßnahmen in Form von Entspannungsübungen, Atemübungen oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson sollten zur Therapie des WB und SB empfohlen werden.“

„Patienten sollten zu möglichen Risikofaktoren für die Entstehung von Bruxismus beraten werden.“

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