Sepsis: „Unterschätzte Gefahr aus dem Mund“

„Der beste Schutz bleibt gute Mundgesundheit und Prävention“

Sepsis zählt mit schätzungsweise 140.000 Todesfällen jährlich zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland – und entsteht in rund 80 Prozent der Fälle außerhalb des Krankenhauses, warnt die Sepsis-Stiftung. Aufgrund der Nähe zu den Atemwegen, großen Blutgefäßen und dem Gehirn könnten vor allem Infektionen im Mundraum rasch zu Sepsis oder anderen schwerwiegenden Komplikationen führen. Die Sepsis-Stiftung betont die Wichtigkeit regelmäßiger zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen, einer konsequenten Mundhygiene sowie der frühzeitigen Behandlung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Diese gehörten zu den wirksamsten Maßnahmen, um schwere Infektionen im Mundraum und Sepsis zu verhindern.

„Es ist für mich immer wieder erschreckend, wie wenig wir als Gesellschaft über Sepsis hören und wissen – obwohl Sepsis zu den häufigsten medizinischen Notfällen und Todesursachen in Deutschland gehört“, sagt Iljana Schmitz, wissenschaftliche Referentin der Sepsis-Stiftung. „Gezielte Prävention und das Kennen der Warnzeichen retten Leben.“

Die Sepsis-Stiftung setzt sich für die Prävention, Früherkennung und Behandlung von Sepsis ein. Ihr Ziel ist es nach eigenen Angaben, die Zahl vermeidbarer Sepsis-Todesfälle und die Häufigkeit schwerer Langzeitfolgen durch Aufklärung, Forschung, Qualitätsverbesserung und gesundheitspolitisches Engagement nachhaltig zu reduzieren.

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