Mundgesundheit explizit in globale WHO-Erklärung aufgenommen

„Erklärung sendet ein starkes politisches Signal“

Die auf der 80. Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommene Erklärung zu nichtübertragbaren Krankheiten (NCDs) und psychischer Gesundheit sei ein „wichtiger Schritt nach vorn für integrierte, auf den Menschen ausgerichtete Gesundheitssysteme“, so die EFP. Denn die Aufnahme der Mundgesundheit spiegele „die wachsende Erkenntnis wider, dass Mundkrankheiten Milliarden von Menschen weltweit betreffen, größtenteils vermeidbar sind und durch gemeinsame Risikofaktoren und soziale Determinanten eng mit anderen chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und psychischen Störungen verknüpft sind“.

Die Erklärung unterstreicht nach Ansicht der EFP die dringende Notwendigkeit, isolierte Ansätze in der Gesundheitsversorgung zu überwinden. „Parodontalerkrankungen, Zahnverlust und unbehandelte orale Infektionen stellen weiterhin eine erhebliche Belastung für Einzelpersonen, Gesundheitssysteme und Volkswirtschaften in ganz Europa dar, insbesondere für ältere Menschen und sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Die Integration der Mundgesundheit in die Primärversorgung, Präventionsstrategien und eine flächendeckende Gesundheitsversorgung ist unerlässlich für ein gesünderes Altern, den Abbau von Ungleichheiten und die Verbesserung der Lebensqualität“, betont sie.

EFP-Präsident Spyros Vassilopoulos kommentierte die Erklärung wie folgt: „Die WHO-Erklärung sendet ein starkes politisches Signal: Mundgesundheit darf nicht länger vernachlässigt werden. Indem sie die Mundgesundheit fest in die globale Agenda für nichtübertragbare Krankheiten und psychische Gesundheit integriert, erkennen die Regierungen an, dass ein gesunder Mund grundlegend für ein gesundes Leben, gesundes Altern und soziale Teilhabe ist. Für Europa bietet dies die Chance, eine integrierte, präventionsorientierte Versorgung zu beschleunigen, die den Menschen wirklich in den Mittelpunkt stellt.“

Die EFP begrüßt insbesondere den starken Fokus der Erklärung auf Gleichstellung, Prävention und Integration über den gesamten Lebensverlauf hinweg. Die Verknüpfung von Mundgesundheit mit Strategien zur Tabakkontrolle, gesunder Ernährung, Reduzierung des Alkoholkonsums und dem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen schaffe Möglichkeiten für effektivere, kostengünstigere und nachhaltigere Gesundheitssysteme und befördere gleichzeitig das psychische Wohlbefinden und die Resilienz.

Während die Länder auf die Ziele der Erklärung für 2030 hinarbeiten, kommt der EFP und anderen Institutionen im Bereich der Mundgesundheit eine wichtige Rolle bei der Umsetzung globaler Verpflichtungen in die Praxis zu, indem sie präventionsorientierte Strategien stärken, die Mundgesundheit in Strategien zur Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten einbetten und die Zusammenarbeit zwischen Medizinern, Zahnärzten und Psychiatern unterstützen.

„Die Herausforderung liegt nun in der Umsetzung“, erklärte Anton Sculean, Generalsekretär der EFP. „Die europäischen Gesundheitssysteme müssen sicherstellen, dass die Mundgesundheit sinnvoll in die Primärversorgung, die Behandlungspfade für nichtübertragbare Krankheiten und die allgemeine Gesundheitsversorgung integriert wird, unterstützt durch Prävention, Früherkennung und einen gleichberechtigten Zugang zur Versorgung.“

Die vollständige Mitteilung finden Sie unter www.zm-online.de.

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