Sachsens Zahnärzte und Kinderärzte geben gemeinsame Empfehlung zur Kariesprophylaxe beim Kleinkind

von Dr. Grit Hantzsche

„Kariesprophylaxe beim Kleinkind: ein ärztlich-zahnärztliches Konsenspapier“ heißt die Überschrift eines Artikels in der aktuellen Ausgabe (08/15) des Ärzteblatts Sachsen. Er beschreibt die erfolgreiche Entwicklung gemeinsamer Empfehlungen von Ärzten und Zahnärzten zu diesem Thema.

Die im Jahr 2013 aktualisierte Leitlinie „Fluoridierungsmaßnahmen zur Kariesprophylaxe“ enthält divergente Empfehlungen zur Anwendung von fluoridierter Zahnpasta und Fluoridtabletten im Vorschulalter. Eltern, Familien, Hebammen und Mitarbeiter von Kinderbetreuungseinrichtungen sind dadurch verunsichert. Es gibt die Gefahr von zu viel Fluorid oder gar keiner Fluoridanwendung.

„Unter Moderation der Sächsischen Landesärztekammer und der Landeszahnärztekammer Sachsen wurde zur Beendigung der unbefriedigenden Situation unter Beteiligung der Universitäten, der Berufsverbände, der Fachgesellschaften, des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e. V. und des Sächsischen Hebammenverbandes ein Steuerungskreis zusammengestellt, der in nur zwei Sitzungen einen für alle befriedigenden Konsens erarbeiten konnte. Nach dem ersten Treffen erfolgte eine sorgfältige Recherche zu ungeklärten, für die Entscheidungsfindung jedoch wichtigen Fragen.“ So wurden pharmakologisch die maßgeblichen Inhaltsstoffe von Zahnpasta hinsichtlich ihrer Unbedenklichkeit bewertet und anhand von Versichertendaten die Verschreibungspraxis von systemischen Fluoridpräparaten untersucht.

„Dem Steuerkreis ist es wichtig, dass die Kulturtechnik des Zähneputzens mit Zahncreme ab dem Durchbruch des ersten Zahnes vermittelt und gelebt wird.“ heißt es im Ärzteblatt Sachsen. „Daher ist die Anwendung von Zahncreme (fluoridiert bzw. fluoridfrei) Bestandteil aller Empfehlungen der vorliegenden Publikation….Zur Vermeidung der Überdosierung… darf keine Mehrfachfluoridierung erfolgen… Einigkeit bestand auch darüber, dass verschiedene Wege möglich sind. Es wurden zwei mögliche Varianten erarbeitet, die den Eltern, Ärzten und Zahnärzten, aber auch Hebammen und anderen Beteiligten eine klare Orientierung bieten.“

Lesen Sie den vollständigen Artikel unter slaek.de 

Im Download zur Meldung finden Sie das "Merkblatt für Eltern zur Kariesprophylaxe bei Säuglingen und Kleinkindern", das auf der Basis des Konsenspapieres erstellt wurde.

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