DGPZM-Praktikerpreis 2026 an zwei Projekte verliehen

Aus den eingereichten Bewerbungen wurden drei Projekte ausgewählt und im Rahmen des Kongresses als Kurzvorträge präsentiert. Prof. Dr. Anahita Jablonski-Momeni, Vizepräsidentin der DGPZM und Schirmherrin des Praktikerpreises, würdigte das Engagement der Teilnehmenden insbesondere für die Prävention oraler Erkrankungen in vulnerablen Patientengruppen. Aufgrund der hohen Qualität der Beiträge fiel der unabhängigen Jury die Auswahl der Preisträgerinnen nicht leicht. Ausgezeichnet wurden schließlich zwei Projekte mit besonderem Innovations- und Modellcharakter.

Mit dem 1. Platz und einem Preisgeld von 1.500 Euro wurde das Konzept „Strukturelle Präventionsversorgung für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Unterstützungsbedarf: Ein praxisorientiertes Modell für die Special-Care-Zahnmedizin“ von Dr. Sabrina Reitz aus Mainz ausgezeichnet. Das Konzept, das im Rahmen einer Praxisneugründung umgesetzt wird, verbindet eine sensorisch angepasste Behandlungsumgebung mit visuellen Kommunikationshilfen und organisatorischen Praxisanpassungen zu einem integrativen Präventionsmodell für Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf. Ziel ist es, Zugangsbarrieren in der zahnärztlichen Versorgung abzubauen und eine regelmäßige präventive Betreuung zu fördern. Die Jury würdigte insbesondere den inklusiven und praxisnahen Ansatz mit Modellcharakter für eine zukunftsorientierte Versorgung.

Den 2. Platz und damit ein Preisgeld von 1.000 Euro erhielt der Beitrag „Vermeidung der ITN zur Zahnsteinentfernung bei Patienten mit besonderen Bedürfnissen durch Verhaltensführung“, vorgestellt von Dr. Stephanie Jonuscheit (gemeinsame Arbeitsgruppe mit Dr. Isabelle Buchheidt-Dörfler, Dr. Rose Beia, Prof. Dr. Kerstin Galler und Dr. Eva Maier von der Zahnklinik 1 - Zahnerhaltung und Parodontologie, Universitätsklinikum Erlangen). Anhand mehrerer Fallbeispiele wurde gezeigt, dass professionelle Zahnreinigungen bei Menschen mit besonderem Behandlungsbedarf durch individualisierte Verhaltensführung und eine angepasste Behandlungsumgebung erfolgreich ohne Intubationsnarkose durchgeführt werden können. Hervorgehoben wurde insbesondere der ressourcenschonende und präventionsorientierte Ansatz, der langfristig die zahnmedizinische Betreuung und Versorgung dieser vulnerablen Patienten positiv beeinflussen kann.

Dr. Martin Danebrock, Head of Scientific Service bei VOCO freut sich über die positive Resonanz auf den DGPZM-Praktikerpreis: „Als forschendes Unternehmen unterstützen wir die Umsetzung präventionsorientierter Ideen in die tägliche Praxis – überall dort, wo Mundgesundheit eine zentrale Rolle spielt. Die ausgezeichneten Konzepte zeigen eindrucksvoll, wie innovative Prävention erfolgreich umgesetzt werden kann. Dazu gratulieren wir den Preisträgerinnen sehr herzlich.“

 

Sie finden den vollständigen Beitrag unter www.dgpzm.de

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